Über mich

Über mich

Mit 12 Jahren zerrte ich meine Eltern zu den Montagsdemos in Leipzig. Es war der Oktober 1989, eine Zeit, die in die deutsche Geschichte eingehen sollte. Damals wusste ich das noch nicht. Und nur wenige Monate zuvor war dies für mich noch unvorstellbar. Wir waren damals in Rumänien im Urlaub und trafen auf ein Paar aus der damaligen BRD. Beide waren davon überzeugt, dass die Mauer irgendwann fallen würde. Für mich klang dies wie eine wunderschöne Utopie. Doch schon drei Monate später reihte ich mich mit meinen Eltern in jene Gruppe von Menschen ein, die für ihre Freiheit auf die Straße gingen.

Und im November ´89 war die Utopie Wirklichkeit geworden.

Nun veränderte sich unser Leben schlagartig.

Es war ein Umbruch, der mich und meine Sicht auf die Welt nachhaltig erweiterte.

Meine Fotografie spiegelt dies wieder.

Zunächst aber, Realistin durch und durch, studierte ich ´95 Jura. Es galt eine solide Grundlage für meinen Lebensunterhalt zu schaffen. Gleichzeitig begann ich jedoch zu fotografieren. Damals nur für mich. Um das zu suchen und festzuhalten, was mich als Mensch (und Frau) bewegt. Ich möchte jene Dinge sichtbar machen, die sich der Flüchtigkeit des Alltags entziehen. Dabei erlebe ich eine innere Ruhe, die mich ganz bei mir sein lässt. Mit meiner Kamera bin ich stetig auf Entdeckungsreise, sei es in der Natur, in urbanen Räumen oder den Produktionsstätten von Handwerk und Industrie.

Jeder Auftrag stellt für mich eine willkommene Herausforderung dar. Aus dem Verständnis des jeweiligen Herstellungsprozesses und seiner visionären Kraft, entwickeln sich meine visuellen Botschaften: Bild für Bild – klar in der Form, elegant und erfrischend. 

Austellungen

2016 Ausstellung im Gasteig in München über die urbane Entwicklung eines Stadtteils

2019 Ausstellung “Die Kunst des Kupferdrucks” in der Münchner Volkshochschule, Stadtbereichszentrum Ost